Der Mensch macht’s – Wertschöpfung durch Digitalisierung entsteht erst durch aktives Einbinden der Menschen

Der Mensch macht’s – Wertschöpfung durch Digitalisierung entsteht erst durch aktives Einbinden der Menschen

„Der Mensch macht’s“ – Wertschöpfung durch Digitalisierung entsteht erst durch aktives Einbinden der Menschen

Am 15. Oktober lud die Henrichsen AG wieder zum sehr informativen SolutionDay 2015 nach München ein. Einige interessante KeyNote Speaker sprachen über digitale Transformation sowie deren Auswirkungen auf Businessprozesse und deren Veränderungen. Im Mittelpunkt stand dabei die Steuerung von Verkauf, Service und Produktionsabläufen über homogene und für den Anwender zentralisierte Daten und Anwendungen. Den Blickwinkel hatte die Henrichsen AG diesmal auf den Menschen in Zeiten des digitalen Wandels gerichtet. Ihr vom Firmengründer Holger Henrichsen geprägtes Credo „Der Mensch macht`s“ gilt deshalb auch und gerade jetzt – ob im Vertrieb, für den Kunden, in den Teams, bei den Anwendern und nicht zuletzt in der Wertschöpfungskette veränderter Prozesse im Rahmen der digitalen Transformation.

Veränderung ist Chefsache

Bereits der Auftakt von Henrichsen Mitarbeiter Herrn Thomas Jürgens ließ die Teilnehmer aufhorchen. Mit einer Studie von Gartner stellte er die These auf, dass bis 2017 bis zu 20% der heute führenden Firmen ihre Position an Firmen verlieren werden, die erst nach 2000 gegründet worden sind. Die erste Keynote von Herrn Thomas Lang, Präsident des Bundesverbands der Vertriebsmanager, schloss hier nahtlos an und bot den Zuhörern spannende Einsichten in das Thema Veränderung. Mit verschiedenen Beispielen  konstatierte er, dass die Veränderungen sich durch alle Bereiche des Geschäftslebens ziehen werden und in der finalen Ausbaustufe den Kunden im Fokus haben müssen. Die Einbindung des Kunden wird zunehmend ein zentraler Baustein des Erfolgs sein. Die Verantwortung für die sich verändernden Geschäftsprozesse und die Digitalisierung sieht Herr Lang darum auch nicht bei CIO`s oder COO`s, sondern beim CEO. Veränderungen mit so weitreichenden Konsequenzen müssen einfach Chefsache sein.

Die Notwenigkeit diesen Transformationsprozess aktiv zu gestalten, brachte ein von Herrn Lang eingebrachtes Zitat von Albert Einstein auf den Punkt: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert“.

Nicht auf die Software, sondern auf den integrativen Prozess kommt es an

Von hohem praktischen Nutzen war der anschließende Beitrag der Bereichsleiter der Henrichsen AG. Schlüssig und interessant stellten sie dar, wie die digitale Transformation alle Geschäftsprozesse betreffen wird: vom Verkauf über das Angebot und das Projektmanagement bis hin zur Fakturierung. Über eine integrierte Plattform mit einem 360-Grad-Blick wurde aufgezeigt, wie integrierte Prozesse schnell und übergreifend bearbeitet werden können. Sie erlaubt die Kontrolle aller Kundendaten, Vorgänge, E-Mails, Social-Media-Informationen und sonstiger Dokumente. Dabei wurde klar, dass es nicht darum geht, Mitarbeiter in ein und dieselbe Plattform zu zwingen, sondern vielmehr in den verschiedenen Applikationen auf zentrale Daten und Informationen zugreifen zu können. Gleichzeitig kann, über eine solche Applikationen hinaus, ein ineinandergreifender Prozess etabliert werden. Die Präsentatoren zeigten aber nicht nur wirklich beeindruckende Dashboards und intuitive Bedienschritte. Sie betonten auch die Notwendigkeit Mitarbeitern die neuen digitalen Prozesse aktiv näher zu  bringen. Für eine maximale Wertschöpfung ist die frühzeitige Einbindung der Mitarbeiter unerlässlich. Denn sie ermöglicht zeit- und ortsunabhängiges Teamwork im Sinne von Kundenprojekten.

Lernen und Arbeiten 4.0

Einblicke in die Arbeitswelt von morgen bot die Keynote von Herrn Thomas Roth, Senior Product Marketing Manager von Microsoft. Dabei ging es um Themen wie Integrierte Abläufe, Arbeiten 4.0 und auch ineinandergreifende Bildungs- und Businessprozesse. Eine Entwicklung treibt die Notwendigkeit ständiger Kompetenzerweiterungen und neuer arbeitsunterstützender Technologien an: Seit 2010 hat der Anteil der Arbeiten, die mehr sind als Routine, entscheidend zugenommen. Waren es 2010 noch 25%, sind es 2015 bereits 40%, Tendenz rapide steigend. Somit werden Themen wie soziale Vernetzung, Informationsaustausch und auch permanentes Lernen neuer Anwendungen zu zentralen Faktoren des Geschäftserfolgs. Entsprechend gewappnete Mitarbeiter triggern diese Entwicklung. Eine anschauliche Untermauerung des Beitrags war das neueste Video zum Arbeiten in der Zukunft. Entsprechend verwies auch Moderator Thomas Jürgens auf den Umstand, dass Microsoft zunehmend den Mensch in den Fokus der digitalen Transformation stellt, wo es noch vor einigen Jahren um die jeweils neuesten Technologien ging. Herr Roth erläutert nochmals den Anstieg von „non-routine work“, im Amerikanischen bereits ein feststehender Begriff. Technik kann den Menschen nur unterstützen, zumindest wenn es um Prozesse geht, die nicht rein maschinell  gesteuert sind.

Video: Productivity Future Vision von Microsoft

Fazit

In der abschließenden Paneldiskussion zeigten sich alle Beteiligten einig, dass sich schnell und stets aufs Neue verändernde digitale Prozesse die Herausforderung sind, die es zu meistern gilt. Dabei ist es wichtig, Prozesse so zu erarbeiten und abzubilden, dass die Menschen sie akzeptieren und mittragen. Es geht nicht darum, dass Mitarbeiter im Sinne „ihres Chefs“ funktionieren, sondern dass sie die digitale Transformation kognitiv nachvollziehen und aktiv mitgestalten. Somit spielt bei der Einführung die Art der Präsentation eine wichtige Rolle: Durch geeignete Lern- und Trainingsmedien garantiert sie im besten Falle, dass Menschen in Veränderungsprozesse integriert werden.

Herr Henrichsen jr., der sich selbst als „Mittelstandsweiterdenker“ bezeichnet, stellte abschließend fest, dass pragmatische und für den Menschen einfach zu verstehende Lösungen in der digitalen Transformation den Ausschlag geben werden. Es gilt die Informationsflut zu beherrschen und dabei ist die Informationslogistik die Grundlage des Erfolgs. Im Zentrum des Interesses steht aus seiner Sicht jedoch der Mensch:  als Träger und Anwender in der digitalen Transformation. Er schloss mit den Worten: „Der Mensch macht`s“.

Impressionen

Fotos: © Henrichsen AG